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Piwik – Open-Source-Websitenanalyse

01. März 2010  |   Autor :   |   Allgemein, Datenschutz, Piwik, Tools & Techniken   |   Kommentare deaktiviert für Piwik – Open-Source-Websitenanalyse»

Piwik entwickelt sich immer mehr zur Open-Source-Alternative für Google-Analytics.

Websitebetreiber möchten natürlich früher oder später wissen, wie erfolgreich das Angebot im Netz ist und setzt entsprechende Werkzeuge zur Erfassung der Besuche ein. Zu den klassischen Tools zählt AWStats oder phpMyVisites im kostenlosen Bereich. Selbstverständlich bieten auch viele kommerzielle Anbieter entsprechende Logfileanalyse-Tools an, die jedoch für kleine bis mittlere Websiten schnell „ins Geld gehen“.

Google erkannte diesen Bedarf und bietet seit 2005 seinen Statistikdienst Google Analytics an. Aufgrund der aktuellen Rechtslage in Deutschland ist dieser Dienst jedoch eigentlich „verboten“, da hier nicht nur personenbezogene Daten gespeichert werden, sondern diese auch noch im Ausland liegen (sog. „unsicheren Drittländern“, zu denen die USA zählen) – was viele Betreiber jedoch nicht davon abhält, ihn trotzdem einzusetzen. Abhilfe verspricht das alternative und kostenfreie Webanalysetool Piwik.

Anfang 2008 entschieden sich die Entwickler von phpMyVisites, ihrem Analysewerkzeug ein neues Layout, mehr Funktionen sowie flexiblere Zugriffs- und Gestaltungsmöglichkeiten zu spendieren. Das Open-Source-Projekt Piwik wurde gestartet und fand regen Zuspruch in der Entwicklergemeinschaft. Mittlerweile ist Piwik zu einem stattlichen Analysewerkzeug gewachsen, das den Vergleich zu Google Analytics kaum noch zu scheuen braucht und vor allem den deutschen Datenschutzbestimmungen voll und Ganz genügt.

Piwiks Vorteile

  • Analyse in Echtzeit: Jeder Seitenzugriff wird über das eingebundene JavaScript Tracking Tag sofort gezählt und ausgewertet.
  • Frei konfigurierbare Piwik-Startseite: Zur Darstellung der Daten verwendet Piwik so genannte Widgets, frei mit der Maus verschiebbare Anzeigefenster, mit denen Sie sich die Startseite Ihren Wünschen entsprechend einrichten können.
  • Datenaufbereitung: Derzeit stehen fünf Modi für die Darstellung der Daten in den Widgets zur Verfügung (HTML-Tabelle, Schlagwortwolke, Säulendiagramm, Kuchendiagramm und Liniendiagramm), wobei die Modusauswahl Widget-abhängig ist. Für den Export der angezeigten Daten können Sie aus den Formaten CSV, XML, JSON, PHP, RSS-Feed und als Bild im PNG-Format wählen.
  • Flexibilität durch Plug-ins: In der Standardinstallation enthält Piwik mehr als zwanzig Plug-ins, über die alle seine Funktionen realisiert werden. Mittlerweile gibt es Plug-ins von Drittanbietern, die den Funktionsumfang noch erweitern. Die Anleitung zur Entwicklung eigener Plug-ins ist gut dokumentiert, jedoch sind mehr als PHP-Grundlagenkenntnisse erforderlich.
  • Offenes API: Sie können die von Piwik erfassten Daten über vielfältige API-Befehle direkt auslesen und für andere Anwendungen einsetzen. So ist es z. B. kein Problem, sich über den entsprechend gestalteten Befehl die aufgerufenen Seiten der letzten zehn Tage im CSV-Format anzeigen zu lassen. Die API-Referenz ist umfangreich und über die Piwik-Oberfläche erreichbar.
  • Benutzerverwaltung: Sie können eine unbegrenzte Anzahl an Benutzern anlegen und ihnen webseitenspezifische Zugriffsrechte zuweisen (Kein Zugriff, Ansicht, Administrator). Es existiert jedoch nur ein Superuser, der umfassende Zugriffsrechte besitzt.
  • Webseitenverwaltung: Piwik kann eine unbegrenzte Anzahl an Webseiten analysieren, wobei diese Webseiten nicht zwingend auf demselben Server wie Piwik gehostet sein müssen.
  • Erfolgsmessung von Marketingaktionen: Sie können so genannte Goals als Statistikfilter definieren, um z. B. Bannerklicks Ihrer Besucher auszuwerten. Und durch die Verwendung von „Kampagnen“-Tags erfahren Sie, ob und wie viele Besucher durch Links in E-Mails, Newslettern oder Google-Adwords-Kampagnen auf Ihre Webseite gelangen.
  • Lokalisierung: Piwik ist in mittlerweile 31 Sprachen übersetzt. Durch zwei Mausklicks in der Piwik-Oberfläche können Sie die Sprache umstellen.
  • Onlineupdate: Wird eine neue Version von Piwik veröffentlicht, so können Sie direkt aus dem Browser heraus das Update mit einem Klick einspielen. Das Onlineupdate lädt zunächst die aktuellen Piwik-Dateien herunter, überspielt die vorhandenen Dateien auf dem Server und aktualisiert in einem letzten Schritt die Datenbank.

Mit den Desktop Web Analytics für Piwik ist außerdem ein Desktop-Programm auf Adobe AIR-Basis verfügbar, mit dem die Zugriffszahlen auch bequem in einer lokalen Anwendung eingesehen werden können. Für TYPO3 exisitieren bereits etliche Extensions, mit denen der Piwik-Trackingcode in die eigenen Webseiten eingebunden werden kann. Eine ins TYPO3-Backend integrierte Erweiterung wird auf Typo3Blogger beschrieben.

NetThinks bietet Piwik für alle Websites an und empfiehlt die bevorzugte Verwendung vor Google Analytics aus den oben genannten Datenschutzgründen. Zudem anonymisieren wir die IP-Adressen mit Hilfe des Piwik-eigenen Plugins AnonymizeIP.

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